Welche Empfehlungen für den Einkauf von Büromöbeln ergeben sich aus einschlägigen Normen im Hinblick auf Ergonomie? Basierend auf den zuvor genannten Normen, Standards und Vorschriften für die Einrichtung von Büros lassen sich Empfehlungen für den Einkauf von Büromöbel für den professionellen Einsatz ableiten:
1. Wählen Sie individuell einstellbare Bürostühle
Ein höhenverstellbarer Bürostuhl ermöglicht die Anpassung an die Körpergröße der Nutzerinnen und Nutzer. Eine gute Anpassung ist entscheidend für eine gesunde Sitzposition. Der Bürostuhl sollte so eingestellt werden können, dass die Oberschenkel parallel zum Boden und die Füße flach auf dem Boden stehen. Eine solche Einstellung fördert die Durchblutung und verhindert eine unnötig starke Belastung der Gelenke. Ein Bürostuhl sollte ebenfalls über eine verstellbare Rückenlehne verfügen. Das bietet eine Unterstützung für die Lendenwirbel. Empfehlenswert sind zudem Armlehnen, die helfen, den Ellenbogen in einem rechtwinkligen Winkel zu halten.
Bürostühle in dem Sortiment von Büro Project verfügen über vielfältige Einstellmöglichkeiten. So kann die Sitzhöhe und Sitztiefe individuell eingestellt werden. Auch die Sitzneigung kann bis -4° eingestellt werden. Die Rückenlehnen Neigung kann in vier Stufen bis zu 128° nach hinten eingestellt werden. Es bestehen zudem weitere Einstellungsmöglichkeiten für den Gegendruck der Rückenlehne und die Lumbalstütze (das ist der Teil der Rückenlehne des Bürostuhls, welcher die natürliche Krümmung der Wirbelsäule im Lendenbereich unterstützt).
2. Statten Sie Büros mit höhenverstellbaren Schreibtischen aus
Ein höhenverstellbarer Schreibtisch ermöglicht es den Mitarbeitenden, zwischen Sitz- und Stehposition zu wechseln. So können negative Auswirkungen von zu langem Sitzen reduziert werden. Studien zeigen, dass das regelmäßige Stehen die Rücken- und Nackenbelastung verringert und die Kreislaufprobleme mindert. Der Tisch sollte so eingestellt werden, dass der Ellbogenwinkel bei der Arbeit mit der Tastatur bei etwa 90 Grad liegt, was eine entspannte Haltung fördert und Überlastungen von Schultern und Handgelenken vermeidet.
Eine interessante wissenschaftliche Studie (Ma et al., 2021) hat gezeigt, dass durch einen Arbeitsplatz, welcher das Arbeiten im Sitzen und Stehen ermöglicht (beispielsweise mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch), Mitarbeitende die Zeit reduzieren, in der sie nur sitzen. Diese Mitarbeiter hatten dann auch weniger Nacken -und Schulterschmerzen und fühlten sich gesünder. Mehr Informationen: Ma et al. (2021): Effects of a Workplace Sit–Stand Desk Intervention on Health and Productivity, International Journal of Environmental Research and Public Health, 18 (21).
3. Achten Sie auf die Bildschirmpositionierung
Die Position des Bildschirms hat einen erheblichen Einfluss auf die Haltung. Der Bildschirm sollte so aufgestellt werden, dass die obere Bildschirmkante in Augenhöhe liegt und der Bildschirm etwa 50–70 cm entfernt vom Nutzer ist. Eine korrekte Positionierung des Bildschirms reduziert die Notwendigkeit, den Kopf nach unten oder oben zu neigen. So kann eine unnatürliche Belastung der Nackenmuskulatur vermieden werden. Auch die Bildschirmneigung sollte anpassbar sein, um Blendungen zu verhindern.
4. Planen Sie mit einer guten Raumbeleuchtung und Akustik
Beleuchtung und Akustik sind entscheidende Faktoren für das Wohlbefinden am Arbeitsplatz. Eine schlechte Beleuchtung führt häufig zu Augenbelastungen und Kopfschmerzen, während Lärm die Konzentration beeinträchtigen kann. Verwenden Sie blendfreie, einstellbare Beleuchtung (idealerweise indirektes Licht), um visuelle Ermüdung zu minimieren. Zudem sollte der Arbeitsplatz so gestaltet sein, dass Lärmquellen minimiert werden, und es sollten akustische Elemente wie Schallschutzpaneele oder Trennwände genutzt werden, um eine ruhige Arbeitsumgebung zu gewährleisten.
Für die Ausgestaltung der Akustik im Büro stehen im Sortiment von Büro Project spezielle und individuell anpassbare Akustikelemente zur Verfügung.
Die Auswahl von Büromöbeln und Büroeinrichtung sollte auf den individuellen Bedürfnissen der Mitarbeitenden basieren. Individuelle Einstellbarkeit ist dabei ein zentraler Aspekt, welcher oft den Unterschied zwischen einem ergonomischen und einem unergonomischen Arbeitsplatz ausmacht.